Wer betet vertut nicht seine Zeit

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Maria ruft uns hier in Erinnerung, dass das innige und demütige, vertrauensvolle und beständige Gebet einen zentralen Platz in unserm christlichen Leben haben soll. Das Gebet ist unerlässlich, um die Kraft Christi empfangen zu können. „Wer betet, vertut nicht seine Zeit, selbst wenn die Situation alle Anzeichen der Dringlichkeit besitzt und einzig zum Handeln zu treiben scheint“ (Enzyklika Deus caritas est, 36). Sich ganz von den Aktivitäten in Anspruch nehmen lassen bringt die Gefahr mit sich, dass das Gebet seine spezifische christliche Bedeutung und seine wahre Wirksamkeit verliert. Das Rosenkranzgebet, das Bernadette und den Lourdes-Pilgern so teuer ist enthält in sich die Tiefe der Botschaft des Evangeliums. Es führt uns zur Betrachtung des Antlitzes Christi hin. Aus diesem Gebet der Demütigen können wir reiche Gnaden schöpfen.

 

Papst Benedikt XVI, Predigt bei der Eucharistiefeier in Lourdes, 14. September 2008

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 04. Dezember 2010 um 22:27 Uhr

Geschrieben von: Administrator

Samstag, den 06. November 2010 um 23:06 Uhr