Oh, das ist aber sehr nett

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Interview mit Sabine Beschmann vom Verein „Deutschland pro Papa“ über ihre Begegnung mit Papst Benedikt vor wenigen Tagen und die Vorbereitungen für Kundgebungen beim kommenden Deutschlandbesuch des Papstes.

 

Ludwigsburg-Linz (kath.net) Der junge Verein „Deutschland pro Papa“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Papst Benedikt XVI. zu unterstützen. Jetzt bekamen die beiden Vereinsvorsitzenden, Frau Sabine Beschmann und Frau Regina Steinert, nach einer Generalaudienz die Gelegenheit, mit dem Papst zu sprechen. Kath.net interviewt die Gründungsvorsitzende Frau Beschmann zu ihrer Begegnung mit dem Papst und zum Verein „Deutschland pro Papa“

Kath.net: Frau Beschmann, vergangenen Mittwoch hatten Sie in Rom als Vertreterin von „Deutschland pro Papa“ eine Privataudienz beim Heiligen Vater. Wie war diese Audienz? Was hat Papst Benedikt gesagt?

Frau Steinert und ich, die Initiatorinnen von Deutschland pro Papa, durften dem Heiligen Vater nach der Generalaudienz einen Bildband mit den schönsten Fotos der Solidaritätskundgebungen in Köln und München überreichen.

Als wir mit diesem Bildband, auf dessen Titelbild unser Schriftzug und sein Foto deutlich zu sehen war, vor den Heiligen Vater traten und ihn begrüßten, sagte er gleich: „Ah, Ihr seid von Deutschland pro Papa! Mein Bruder hat gestern ja auch diesen Bildband bekommen, das hat er mir am Telefon gesagt!“ (Roswitha Biersack aus München hatte am Tag davor Georg Ratzinger in Regensburg nach der Frühmesse den gleichen Band übergeben). Er sagte, er freue sich sehr über den Einsatz von DpP für ihn und für unsere Kirche. Ich versprach ihm, dass wir alles täten, um das verfälschte Bild, das die Medien von uns deutschen Katholiken und vor allem seiner Person übermitteln, geradezurücken und richtig zu stellen. Der Heilige Vater zeigte sich darüber sehr gerührt: „Oh, das ist aber sehr nett“, sagte er mit seiner leisen, bescheidenen Stimme. Den Bildband würde er sich gern anschauen und würde ihm einen Ehrenplatz geben.

Wir sagten ihm noch, dass es viele Katholiken in Deutschland gibt, die ihren Papst und ihre Kirche lieben, dass er der Presse überhaupt nichts glauben soll, woraufhin er lächelte. Wir bedankten uns für alles, was er für die Kirche und uns tut, für seine Schriften und sein Dasein. Er sagte, er bedanke sich auch bei uns.

Papst Benedikt strahlt eine solche Liebe und Sanftmut, Demut und Bescheidenheit aus, ich habe noch niemals einen solchen Menschen getroffen und es wird mir für mein Leben ganz unvergesslich sein. Es ist mir, speziell nach dieser Begegnung, unbegreiflich, wie IRGENDJEMAND ihn NICHT mögen kann. Er hat ja solch einen brillanten Geist, ist so durchdrungen vom Licht Jesu, ja, er wirkt vergeistigt, wenn er so dasteht.

Güte, Liebe, Bescheidenheit, Sanftmut. Das sind die Worte, die ihn beschreiben. Dies ist kein von Menschen gewählter PAPA, nur vordergründig. Er ist erwählt und das aus gutem Grund. Was hat er uns nicht schon geschenkt, allein sein neustes Buch LICHT DER WELT ist ein wunderbares Vermächtnis.

 

Kath.net: „Wir sind Papst“ titelte einst die Bildzeitung. Frau Beschmann, was ist Ihr Eindruck, wie stehen die Deutschen inzwischen dazu, dass ein Deutscher auf dem Stuhl Petri sitzt?

Nach dem Enthusiasmus von 2005 ist natürlich , angefangen mit der Affaire um die Piusbruderschaft, die von der Presse - meiner Meinung nach aus einer Mischung aus Unwissenheit und böser Absicht heraus - falsch transportiert wurde, der erste Hype ins Gegenteil gekippt. Hierzu haben die antikirchlichen Medien auch im Folgenden kräftig beigetragen. Unbesehen von der Tatsache, dass Missbrauch eines der verabscheuungswürdigsten Verbrechen ist und die Form der internen Bearbeitung seitens der Kirche sich nicht gut bewährt hatte, hat man alles getan, um den Papst zu diskreditieren. Dabei hatte er bereits als Kardinal ein schärferes Vorgehen gefordert.

Stattdessen las man allüberall vom „Schweigen des Papstes“. Dabei hatte er gar nicht geschwiegen, die Öffentlichkeit aber möchte meist nicht so gern hören.
Inzwischen scheint, auch mit Erscheinen des neuen Buches LICHT DER WELT, Gott sei Dank, sich der Eindruck wieder der Wirklichkeit anzunähern: Die Menschen fangen an zu erkennen, was für ein großartiger Mensch er ist, und was er uns zu sagen hat- sie wollen es hören, und sie wollen es lesen. Ich hoffe, dass die Menschen diesen Papst irgendwann auch einmal mit unseren Augen sehen können, so, wie er wirklich ist, und nicht so, wie er medial meist dargestellt wird.

Kath.net: Was hatte Sie eigentlich dazu bewegt, „Deutschland Pro Papa“ ins Leben zu rufen?

Wie ich damals schon auf kathnet sagte - kath.net Interview vom Mai 2010 - , haben Regina Steinert und ich uns angesichts der Großdemonstration auf dem Petersplatz im Mai diesen Jahres gewünscht, dass es dergleichen auch in Deutschland geben könne.

Nun, da wir nicht sahen, dass irgendjemand dieses initiieren würde, beschlossen wir, es kurzerhand selbst aufzuziehen. Wir hatten es satt, uns diskriminieren zu lassen, als „Pädo-Verein-Anhänger“ beschimpfen zu lassen und haben dieses auch von vielen anderen Katholiken erfahren. Wir wollten nun zeigen, dass es in Deutschland eben doch sehr viele papsttreue Katholiken gibt!

Kath.net: Letzten Sommer hatten Sie in München und Köln die Veranstaltungen „Deutschland Pro Papa“. Trotz äußerst kurzer Vorlaufszeit und trotz extremer Hitze kamen 12.000 Menschen, um ihre Verbundenheit mit Papst Benedikt XVI. auszudrücken. Was planen Sie für 2011?

Eine ganze Menge. Zunächst werden wir natürlich am 18.-20.3.2011 in Würzburg auf dem Kongress Kirche in Not mit einem Infostand vertreten sein. Parallel laufen derzeit die Vorbereitungen für die Kundgebung in München auf dem Odeonsplatz, den wir für den 7.5.2011 gemietet haben. Ein schönes und abwechslungsreiches Programm ist schon in Vorbereitung. Des Weiteren werden wir im Rahmen des Kongresses „Freude am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken, mit dem wir zusammenarbeiten, am 10.9.2011 eine Kundgebung der Solidarität auf dem Karlsruher Festplatz abhalten. Hierzu konnten bereits WB Laun, Michael Hesemann und Dr Werner Münch als Redner gewonnen werden.

Oberste Priorität hat jedoch nun der Deutschlandbesuch des Heiligen Vaters in Berlin. Hier sind wir bereits im Vorlauf für bundesweite, flächendeckende Aktionen, um so viele papsttreue Menschen wie nur möglich nach Berlin zu bekommen. Wir werden auch Transporte mit anbieten und gigantische Werbeaktionen starten. Ab Januar werden die Infos hierzu sukzessive auf unserer homepage Homepage Deutschland pro Papa zu finden sein.
Ich hoffe und bete, dass in Berlin 2011 genau so die Herzen schmelzen wie in England 2010, wo die Journalisten und Gegner auf den "Rottweiler Gottes" gewartet haben und mit den Füßen scharrten, ihn anzugreifen, um ihn dann hoch zu loben und sich begeistert von seinem Charisma zu zeigen: Papst Benedikt XVI. hatte die Herzen der Briten im Sturm erobert.

Kath.net: Was ist für SIE das Besondere an diesem Papst?

Dieser Mann ist ein Jahrhunderttheologe, und ich schätze, dass man seine wahre Größe wohl erst nach seinem Heimgang erfassen wird. Durch ihn, den "einfachen Arbeiter im Weinberg des Herrn", zeigt Gott uns Jesus, das Licht der Welt.
Er ist sozusagen ein Mann, den man in einen dunklen Raum stellen könnte - selbst da würde er noch leuchten.

Ich fühle mich wahrhaft gesegnet und auf großartigste Weise reich beschenkt von der Begegnung mit ihm. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

 

Quelle: kath.net - Oh, das ist aber sehr nett

 

kathTube: Ein Foto von der Begegnung





Video von der Begegnung auf kathTube:




 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 13:08 Uhr

Geschrieben von: Administrator

Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 12:56 Uhr